Schatz im Finstergrund (Pressebericht Badische Zeitung)

05.09.2017

Kinderferienprogramm im Besucherbergwerk in Wieden.

WIEDEN (pbe). Die Aufregung stand den zwei Dutzend Besuchern, die am Mittwoch am Besucherbergwerk Finstergrund standen, deutlich ins Gesicht geschrieben. Angesagt war im Rahmen des Kinderferienprogramms eine viel versprechende Schatzsuche tief im Innern der Erde. Begleitet wurden sie von ihren Eltern oder Großeltern.

Schon der Blick von außen auf den Stollen, in dessen Dunkel sich die Spur der Bahn zu verlieren schien, zeigte, hier gibt es etwas zu entdecken. Vor dem Abenteuer jedoch mussten sich alle Besucher erst einen Sicherheitshelm überziehen. Bevor es nun mit der Grubenbahn – unter der erfahrenen Führung von Karl Josef Straub – losging, gab es noch einige wichtige Hinweise und Verhaltensregeln auf den Weg. Schließlich ist ein Besucherbergwerk, trotz der sehr strengen Sicherheitsvorkehrungen, keine Spielwiese. Erfahren durften die Teilnehmer hingegen viel Wissenswertes über den Bergbau in Wieden und dessen Jahrhunderte lange Bedeutung. Bereits im 13. Jahrhundert hat man dort nach Blei und Silber gegraben. Das mühsam gewonnene Silber, so erfuhren die Besucher von Karl Josef Straub, wurde im Mittelalter hauptsächlich zum Prägen von Münzen verwendet. Zu den ersten in der Stadt Freiburg hergestellten Münzen zählte der so genannte Rappen, auch unter dem Namen "Lindwurm" oder "Zipfelfennig" bekannt wurde. Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde im Bergwerk Finstergrund Flussspat und Schwerspat abgebaut. Das Bergwerk wurde Mitte der 70er Jahre stillgelegt, weil es auf dem Weltmarkt billigere Rohstoffe gab.


Zur Erinnerung an die erfolgreiche Schatzsuche unter Tage erhielten die jungen Teilnehmer am Ende der Tour funkelnde Mineralsteine aus dem Besucherbergwerk.