Barbarafeier 2017 (Pressebericht Badische Zeitung)

27.11.2017

Ganz im Zeichen ihrer Schutzpatronin Barbara feierte der Bergmannsverein Finstergrund Wieden am Wochenende den Gedenktag zu ihren Ehren. Aus ganz Deutschland erschienen Vereine und Bergleute, um an dem Fest teilzunehmen.

Entsprechend der Größe des Einzugsgebiets war die Gemeindehalle in Wieden gut gefüllt am Samstagabend. Clemens Jäger, einer der drei Vorstände des Bergmannvereins, moderierte mit Schwung den ersten Teil des Abends; der Männergesangverein Wieden glänzte, als er wie gewohnt stimmgewaltig mehrere Stücke zum Besten gab. Neben "Die Nacht ist in den Bergen gestiegen" und "Rauschende Quellen" brillierten die Musiker mit einer sehr gefühlvoll dargebotenen Version vom "Bajazzo". In voller Kluft beeindruckte im Anschluss die Bergmannskapelle Wieden mit mehr als 30 Musikern. Bei "Glück auf, der Steiger kommt" wurde einheimischer Obstler an alle Gäste in der Halle verteilt.

Zwischen den Darbietungen vermittelte Clemens Jäger immer wieder viele Informationen über die Aktivitäten des Bergmannsvereins. So haben die Mitglieder dieses Jahr insgesamt 6950 Arbeitsstunden in das Besucherbergwerk Finstergrund investiert. Exakt 8125 Besucher konnten bei einer Führung begrüßt werden, was den Verein mit Stolz erfüllt. Geöffnet war der Besucherstollen an der Straße nach Utzenfeld an 117 Tagen. Derzeit seien 16 aktive Bergwerksführer im ständigen Wechsel im Einsatz. Großes Lob gab es auch von Wiedens Bürgermeisterin Annette Franz an die vielen Helfer und Handwerker, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz für den Unterhalt des Besucherbergwerks sorgten. Der ebenfalls anwesende Landesverbandsvorsitzende der Bergmänner, Christian Proß, zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Zusammenhalt und dem Engagement der Vereinsmitglieder, aber auch der Bevölkerung und den umliegenden Baufirmen. "So etwas ist nicht alltäglich und trägt im besonderen Maße zum Erfolg des Bergwerks bei", sagte Proß bei seiner Ansprache. Der Betrieb des Bergwerks wurde Anfang der 1970er Jahre stillgelegt, weil sich die Preise für Flussspat und Schwerspat nicht mehr auf dem Weltmarkt behaupten konnten. Mit dem rot beleuchteten Bergmannstanz erreichte die Veranstaltung am Samstagabend dann ihren Höhepunkt. Später wurde die "Steiger- und Hauer-Bar" besucht.


Während die Feuerwehr Wieden mit einem Einsatz von 25 Mann und Frau gut organisiert die Bewirtung der Gäste sicherte, konnten bei bester Stimmung die Wiedener mit ihren Gästen bis in die Nacht hinein feiern. Ganz offenbar meint es die Schutzpatronin Barbara gut mit dem Bergmannsverein Wieden und seinem großen Freundeskreis.